Zu laut und zu industriell wird die Menschheit,
zu wenig geistige Ruhe hat sie.

(Fjodor Dostojewskij, 1821-1881)

Der Mensch ist laut

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Der Mensch ist laut

Kennen Sie das auch, Sie haben sich gerade mit einer Tasse Kaffee auf den Balkon oder Sitzplatz gesetzt um eine wohlverdiente Pause zu geniessen und einfach nur ein bisschen zu "sein" und schon geht es los. Hier eine Motorsäge, die aufheult, dort ein Rasenmäher, jetzt auch noch Motorsensen, die eklatant lauter sind und dann der Hund, der die ganze Nacht schon bellte und überhaupt, ist die Welt einfach nur laut geworden.

Ob der äussere Lärm wirklich nur dazu dient, mehr nach innen zu gehen, was man ja automatisch macht, oder ob er ein Mass angenommen hat, das zu hinterfragen es gilt. Das Mass des Wachstums und des Fortschritts. Wann ist genug genug?

Warum muss jeder nach der Rasenmäher-Ära nun auch noch mit einer Motorsense durch den Feierabend oder das Wochenende hoppeln und an jedem Grashalm ziehen, damit er etwas wegschneiden kann? Wie wenn Gras etwas Gefährliches, gar Schlimmes wäre. Kein Hälmchen darf mehr existieren, kein Blümchen.

Laute Geräte. Ich nehme an, Mann hat sie erfunden und ist stolz darauf. Ob sinnvoll oder unsinnvoll. Auf den Mond und Mars fliegen können sie, aber leise Geräte herstellen, scheint nicht einmal eine Frage zu sein.

Durchaus darf man sich aber fragen, wo ist etwas nur ein Abbild der eigenen Aggressivität, die verschoben und am falschen Ort ausgelebt, oder wo macht sie wirklich Sinn. Und wo sie Sinn macht, erfindet doch bitte Maschinen, die leiser sind.

Ansonsten wäre ich für ein Verbot in Wohngebieten. Mit einer Handsense ging es ja früher auch. Da wollen die Leute immer mehr Bewegung und schaffen sich immer mehr Geräte an. Wie pervers ist das denn? In einigen Bereichen wäre ein Zurück zum Ursprung ein kleines Glück. Man könnte sich viele Energien und Ressourcen sparen. Zudem würde so etwas wie soziale Achtsamkeit entstehen, die dringend nötig ist in einer Welt, die immer kleiner wird und enger, die vor lauter Egoismus und Selbstverwirklichung nur so dahinvegetiert.

(© Text von Monika Minder)

Wer die Wahrheit laut schmäht, der erweist ihr einen grösseren Dienst, als wer sie stillschweigend übergeht.

(Peter Rosegger, 1843-1918)

Stille

Ob auch die Stunden uns wieder entfernen ...
wir sind immer zusammen im Traum,
wie unter einem aufblühendem Baum.
Wir werden die Worte, die laut sind, verlernen
und von uns reden wie Sterne von Sternen.
Alle lauten Worte verlernen,
wie unter einem aufblühenden Baum.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, österreichischer Erzähler und Lyriker)

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